Allgemeine Geschäftsbedingungen

§ 1 Anwendbarkeit der AGB
a) Die AGB regeln die Geschäftsbeziehungen zwischen Tierverhaltenstherapeut und Klient (im Regelfall der Haustierbesitzer) als Behandlungsvertrag im Sinne der §§ 611 ff BGB, soweit zwischen den Vertragsparteien Abweichendes nicht schriftlich vereinbart wurde.

b) Der Behandlungsvertrag kommt zustande, wenn der Klient das generelle Angebot des Tierverhaltenstherapeuten, die Leistungen gegen jedermann auszuüben, annimmt und sich an den Therapeuten zum Zwecke der Beratung, Diagnose und Therapie wendet.

c) Der Tierverhaltenstherapeut ist jedoch berechtigt, einen Behandlungsvertrag ohne Angabe von Gründen abzulehnen; insbesondere wenn ein erforderliches Vertrauensverhältnis nicht erwartet werden kann, es um Verhaltensauffälligkeiten geht, die der Therapeut aufgrund seiner Spezialisierung oder aus gesetzlichen Gründen nicht behandeln kann oder die ihn in Gewissenskonflikte bringen können. In diesem Fall bleibt der Honoraranspruch des Tierverhaltenstherapeuten für die bis zur Ablehnung entstandenen Leistungen, einschließlich Beratung, erhalten.

§ 2 Inhalt und Zweck des Behandlungsvertrages
a) Der Tierverhaltenstherapeut erbringt seine Dienste gegenüber dem Klienten in der Form, dass er seine Kenntnisse und Fähigkeiten der Ausübung der Verhaltenskunde und verhaltenstherapeutischen Maßnahmen zur Beratung, Diagnose und Therapie beim Tier des Klienten anwendet.

b) Über die Diagnose- und Therapiemethoden wird der Klient vor oder während der Therapie vom Tierverhaltenstherapeuten in fachlicher und wirtschaftlicher Hinsicht umfassend informiert, Vor- und Nachteile bestimmter Methoden werden verständlich dargelegt. Der Tierverhaltenstherapeut wendet nur verhaltenstherapeutische Methoden an, die dem Kundenwillen entsprechen.

§ 3 Mitwirkung des Klienten
Für eine erfolgreiche Verhaltenstherapie ist die Mitarbeit des Tierbesitzers unerlässlich. Der Verhaltenstherapeut ist berechtigt, die Behandlung abzubrechen, wenn das erforderliche Vertrauensverhältnis nicht mehr gegeben erscheint, insbesondere wenn der Klient Beratungsinhalte negiert, erforderliche Auskünfte zur Anamnese und zum Therapiefortschritt unzutreffend oder lückenhaft erteilt oder Therapiemaßnahmen vereitelt.

§ 4 Haftung
a) Das Agieren mit dem Tier während der Verhaltenstherapien und die Teilnahme an den Hunde-Gruppentrainings, Seminaren, Kursen und alle sonstigen Veranstaltungen, insbesondere den Welpenstunden erfolgt auf eigene Gefahr. Für Unfälle von Personen oder Hunden und Sachschäden wird seitens „Animetho“ nicht gehaftet. Bei Auseinandersetzungen unter Hunden haftet der jeweilige Hundehalter für etwaige Verletzungen an Hund oder Mensch und für Sachschäden.

b) Kinder unter 14 Jahren müssen für die Teilnahme am Hunde-Gruppentraining die Erlaubnis der Eltern /Erziehungsberechtigten nachweisen. Die Entscheidung über das Führen eines Hundes auf dem Trainingsplatz obliegt dem/der Trainer/in. Die Eltern haften für Ihre Kinder und den mitgebrachten Hund.

c) Jeder Teilnehmer der Verhaltenstherapien, Gruppentrainings, Seminaren und allen sonstigen Veranstaltungen für Hunde/Hundehalter verpflichtet sich, einen ausreichenden Versicherungsschutz (Hunde-Halter-Haftpflicht) abzuschließen. Der Versicherungsschein ist auf verlangen vorzuzeigen. Bei Verhaltenstherapien von Katzen entfällt die Versicherungspflicht.

d) Für eine Teilnahme von Hunden an den Gruppentrainings ist ausreichende Impfung (6-fach Impfschutz, im Besonderen Zwingerhusten!) vorgeschrieben. Der Impfpass ist nach Aufforderung vorzulegen

e) Die Nutzung und Benutzung von Zughalsbändern ohne "Stopp" oder Kettenwürgern sowie Stachelhalsbändern ist sowohl während therapeutischen Maßnahmen als auch in den Hunde-Gruppentrainings ausdrücklich verboten. Die Nutzung aller Hilfsmittel die dem Hund / der Katze Schmerz zufügen könnten sind untersagt.

f) Die Teilnahmen an den Therapiestunden / Gruppentrainings erfolgt auf Verantwortung des Besitzers/Hundeführers. Ein Nachweis über den Gesundheitszustand des Tieres vom Haustierarzt ist erforderlich. Dieser Nachweis ist auf verlangen vorzuzeigen, und darf nicht älter als 12 Monate sein. Animetho haftet nicht für Verletzungen und/oder gesundheitliche Folgen/Spätfolgen am Tier.

g) Während er Hunde-Gruppentrainings werden die Übungen vom Hundebesitzer/Hundeführer allesamt eigenverantwortlich durchgeführt. Werden während des Hundestrainings vom Hundehalter Übungen mit dem Hund ohne Leine verlangt, so kann der Hundehalter/Hundeführer dies ablehnen, wenn er sich der Reaktion seines Hundes nicht sicher ist.

h) Werden während des Hundestrainings Hunde auf dem Übungsgelände abgeleint, um miteinander spielen zu können, so handelt jeder Hundebesitzer eigenverantwortlich. „Animetho“ haftet nicht für Schäden an Hund, Mensch oder Sachobjekten.

i) Die Nutzung des Animetho-Übungsgeländes ist nur während der offiziellen Trainingszeiten gestattet, wenn mind. eine Trainerin anwesend ist. Außerhalb der Trainingszeiten sind das Betreten und die Nutzung des Geländes nicht gestattet.

j) Kindern bis 14 Jahren ist der Aufenthalt auf dem Hunde-Trainingsgelände während einer des Gruppentrainings, insbesondere während den Spielrunden, untersagt. Kindern ab 12 Jahren ist der Aufenthalt auf dem Übungsgelände nur in Begleitung eines Elternteils / Erziehungsberechtigten gestattet.

k) Das Begehen und Beklettern der Übungsgeräte (Hundesportgeräte) ist für alle Personen untersagt. Eltern haften für Ihre Kinder.

§ 5 Honorierung bei Tierverhaltenstherapien
a) Der Tierverhaltenstherapeut hat für seine Dienste Anspruch auf ein Honorar, das sich nach Schwere der Verhaltensauffälligkeit des Tieres, Umfang der therapeutischen Maßnahmen und Einsatz von Trainings- oder Diagnoseequipment richtet und vor Therapiebeginn mit dem Klienten geregelt wird. Die Anwendung anderer Gebührenordnungen oder Gebührenverzeichnisse ist ausgeschlossen. Die Honorierung ist nach § 19 (1) UStG umsatzsteuerbefreit.

b) Die Honorare sind für jeden Behandlungstag vom Klienten in bar an den Tierverhaltenstherapeut gegen Quittung zu bezahlen oder es wird ihm alternativ nach Beendigung der Therapie eine Rechnung nach § 9 gestellt.

c) Schriftliche Ausarbeitungen von Diagnosen und Therapien sind honorarpflichtig, die Höhe des Honorars richtet sich nach dem Umfang der Ausarbeitung.

§ 6 Honorarerstattung durch Dritte
a) Soweit der Klient Anspruch auf Erstattung oder Teilerstattung des Honorars durch Dritte hat oder zu haben glaubt, wird § 4 hiervon nicht berührt. Der Tierverhaltenstherapeut führt eine Direktabrechnung nicht durch und kann auch das Honorar oder Honorarteile in Ansehung einer möglichen Erstattung nicht stunden.

b) Soweit der Tierverhaltenstherapeut im Rahmen der wirtschaftlichen Beratung nach § 2 Absatz b den Kunden über die Erstattungspraxis Dritter Angaben macht, sind diese unverbindlich. Insbesondere gelten die üblichen Erstattungssätze nicht als vereinbartes Honorar im Sinne des § 4 Absatz a) und beschränkt sich der Umfang der Tierverhaltenstherapeut nach § 2 Absatz b nicht auf erstattungsfähige Leistungen.

c) Der Tierverhaltenstherapeut erteilt in Erstattungsfragen dem Dritten keine direkten Auskünfte. Alle Auskünfte und notwendigen Bescheinigungen erhält ausschließlich der Klient. Derartige Leistungen sind honorarpflichtig.

§ 7 Vertraulichkeit der Behandlung bei Verhaltenstherapien
a) Der Tierverhaltenstherapeut behandelt die Klientendaten vertraulich und erteilt bezüglich der Diagnose, der Beratungen und der Therapie sowie deren Begleitumstände und den persönlichen Verhältnissen des Klienten Auskünfte nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung des Klienten. Auf die Schriftform kann verzichtet werden, wenn die Auskunft im Interesse des Kunden erfolgt und anzunehmen ist, dass der Kunde zustimmen wird.

b) Absatz a) ist nicht anzuwenden, wenn der Tierverhaltenstherapeut aufgrund gesetzlicher Vorschriften zur Weitergabe der Daten verpflichtet ist - beispielsweise Meldepflicht bei bestimmten Diagnosen - oder auf behördliche oder gerichtliche Anordnung auskunftspflichtig ist. Dies gilt auch bei Auskünften an Personensorgeberechtigte, nicht aber für Auskünfte an Ehegatten, Verwandte oder Familienangehörige. Absatz a) ist ferner nicht anzuwenden, wenn in Zusammenhang mit der Beratung, Diagnose oder Therapie persönliche Angriffe gegen ihn oder seine Berufsausübung stattfinden und er sich mit der Verwendung zutreffender Daten oder Tatsachen entlasten kann.

c) Der Tierverhaltenstherapeut führt Aufzeichnungen über seine Leistungen (Handakte). Dem Klienten steht eine Einsicht in diese Handakte nicht zu; er kann diese Handakte auch nicht herausverlangen. Absatz b) bleibt unberührt.

d) Sofern der Klient eine Behandlungs- oder Handakte verlangt, erstellt diese der Tierverhaltenstherapeut kosten- und honorarpflichtig aus der Handakte. Soweit sich in der Handakte Originale befinden, werden diese in der Behandlungsakte in Kopie beigefügt. Die Kopien erhalten einen Vermerk (Stempelaufdruck oder Aufkleber), dass sich die Originale in der Handakte befinden.

e) Handakten werden vom Tierverhaltenstherapeut 30 Jahre nach der letzten Behandlung oder 10 Jahre nach dem Tod des Tieres oder Klienten vernichtet. Die Vernichtung unterbleibt, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Akten für Beweiszwecke infrage kommen könnten.

§ 8 Anmeldung und Rücktritt bei Verhaltenstherapien, Seminaren und sonstigen Veranstaltungen
a) Terminliche Vereinbarungen zur Durchführung von Verhaltenstherapien sind sowohl für „Animetho“ als auch für den Klienten bindend.

b) Die Absage eines vereinbarten Hausbesuches oder einer Einzelstunde zur Verhaltenstherapie muss mind. 24 Std. vor dem vereinbarten Termin erfolgen. Bei Nichteinhaltung dieser Frist wird eine Aufwandsentschädigung von 15,00 € erhoben. Sollte der Tierverhaltenstherapeut den Tierbesitzer zu einen vereinbarten Hausbesuch nicht antreffen, werden zusätzlich die Fahrtkosten (0,25 €/ km) berechnet.

c) Die Anmeldung (telefonisch, schriftlich oder persönlich) für eine Veranstaltung / Seminar oder für einen unserer Kurse ist für beide Seiten verbindlich. Die Teilnahmegebühr wird nach Anmeldung, jedoch spätestens am Tage der Veranstaltung / des Seminars / Kurses fällig.

d) Die Absage eines Seminars/Workshops/Kurses seitens des Teilnehmers ist bis spätestens 8 Tage vor Beginn der Veranstaltung schriftlich an den Seminarveranstalter zu übersenden/übergeben. Nach dieser Frist wird die Teilnahmegebühr auch bei Nichtteilnahme zu 100 % fällig.

e) „Animetho“ behält sich vor, verbindlich zugesagte Seminarveranstaltungen oder Workshops bei Teilnehmerzahlen unter 4 (Seminare, die praktischen Übungen mit Tieren einschließen) bzw. unter 8 Personen (Fachseminare und Fortbildungen ohne Tier) abzusagen.

§ 9 Rechnungsstellung
a) Neben den Quittungen nach § 4 erhält der Klient nach Abschluss der Behandlungsphase auf Verlangen eine Rechnung. Die Rechnung enthält den Namen, die Anschrift und die Steuernummer von „Animetho“, den Namen und die Anschrift des Klienten. Sie spezifiziert den Behandlungszeitraum und die bezahlten Honorare, Dritt- und Nebenleistungen. Die Honorierung ist nach § 19 (1) UStG umsatzsteuerbefreit. Die Rechnung darf weder eine Diagnose enthalten, noch dürfen die Leistungen so aufgeschlüsselt werden, dass daraus auf eine Diagnose geschlossen werden kann.

b) Wünscht der Klient aus Beweis- oder Erstattungsgründen honorarpflichtig eine Ausfertigung der Rechnung, die eine Diagnose oder Therapiespezifizierungen mit Diagnoserückschlüssen enthalten, bedarf dies der Belehrung über den Bruch der Vertraulichkeit und des schriftlichen Auftrages des Kunden.

§ 10 Verwendung von Bild-, Film- und Tonmaterial
a) „Animetho“ behält sich vor, die Gruppenübungsstunden, Seminarveranstaltungen und sonstigen Termine auf Bild und Ton mitzuschneiden. Mit einer Veröffentlichung des medialen Materials aus Gruppentrainings erklärt sich der Klient grundsätzlich einverstanden, Veröffentlichungen von medialem Material aus Verhaltenstherapien bedürfen der schriftlichen Genehmigung des Klienten.

b) Private Ton und Bildaufnahmen der Gruppenübungsstunden und Seminarveranstaltungen sind grundsätzlich nicht gestattet.

c) Die Veröffentlichung von Bild- und Tonaufnahmen von Klienten auf externen Web-Sites oder anderen Medien ist nur mit schriftlicher Genehmigung von „Animetho“ gestattet.

§ 11 Meinungsverschiedenheiten
Meinungsverschiedenheiten aus dem Behandlungsvertrag und den AGB sollten gütlich beigelegt werden. Hierzu empfiehlt es sich, Gegenvorstellungen, abweichende Meinungen oder Beschwerden schriftlich der jeweils anderen Vertragpartei vorzulegen.

§ 12 Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen des Behandlungsvertrages oder der AGB ungültig oder nichtig sein oder werden, wird damit die Wirksamkeit des Behandlungsvertrages insgesamt nicht tangiert. Die ungültige oder nichtige Bestimmung ist vielmehr in freier Auslegung durch eine Bestimmung zu ersetzen, die dem Vertragszweck und dem Parteiwillen am nächsten kommt.